Wie macht man einen Aloe-Vera-Steckling einfach?

Aloe Vera gibt es bei uns als Kübelpflanze oder Zimmerpflanze. In der Wohnung braucht die Pflanze einen warmen Platz in voller Sonne. Im Idealfall handelt es sich um ein nach Süden oder Südwesten ausgerichtetes Fenster. Wenn Sie einen Wintergarten haben, fühlt sich Aloe hier am wohlsten. Im Sommer sollte man die echte Aloe für bessere Lichtverhältnisse ins Freie stellen, aber spätestens, wenn im September die ersten kühlen Nächte mit sinkenden Temperaturen kommen, holen Sie sich den Topf oder die Wanne ins Haus. Sie können es auch für den Winter an einen warmen und hellen Ort stellen. Temperaturen von mindestens 15 Grad im Winter sind perfekt für wärmeliebende Aloe.

Die richtige Erde für Aloe Vera

Als Substrat bevorzugt Aloe Vera humusarme Böden, die genügend Nährstoffe liefern. Ein hoher Sandanteil ist günstig, da die Pflanze durchlässigen Boden benötigt. Er kann mit überschüssigem Wasser nicht umgehen und verträgt keine permanente Feuchtigkeit oder stehendes Wasser.

Wenn Sie Ihre Aloe zum Beispiel umtopfen, verwenden Sie Kakteenerde, die im Fachhandel erhältlich ist. Du kannst auch Kübelpflanzenerde mit Sand mischen, indem du einen Teil Sand, Perlit oder Granit zu zwei Teilen Erde hinzufügst. Füge etwas kohlensäurehaltige Limette hinzu. Eine Mischung wie diese bietet alles, was Aloe braucht. Junge Aloe-Pflanzen wachsen schnell, wenn sie gut gepflegt werden. Topfen Sie die Pflanze alle zwei bis drei Jahre um. Mit zunehmendem Alter ist das Wachstum langsamer. Ältere Exemplare können daher bis zu vier Jahre im selben Topf und Substrat verbleiben.

Tipps zum Umtopfen von Aloe Vera

Beim Umtopfen braucht man vor allem bei größeren Pflanzen etwas Geschick. Die Blätter sind druckempfindlich und wenn man zu grob mit der Pflanze umgeht, können sie brechen. Bereiten Sie sich auf das Umtopfen vor, indem Sie die Erde zuerst austrocknen lassen. Fassen Sie vorsichtig die Basis der Pflanze an und entfernen Sie den Wurzelballen aus dem Topf. Vermeide es, Druck auf die Blätter auszuüben.

Wählen Sie einen Topf, der nicht mehr als zwei Größen übersteht. Das bedeutet, dass man zum Beispiel eine Aloe aus einem 12er Topf in einen 16er Topf umpflanzt. Im neuen Topf ist der Halt etwas wackelig. Bis die Aloe Wurzeln geschlagen hat, braucht sie Hilfe, um nicht unter ihrem eigenen Gewicht umzukippen. Diese Hilfe bieten zwei oder drei Holzpflöcke, die die Aloe an Ort und Stelle halten und ein Umkippen verhindern.

Vermehren und Aussäen: Einnahme von Aloe-Vera-Offsets

Der einfachste Weg, Aloe Vera zu vermehren, ist die Verwendung von Stecklingen. Es handelt sich also um kleine, fast vollständige Pflanzen, die die Mutterpflanze bildet. Achte darauf, dass die Kinder ca. 5 cm groß sind, wenn du sie von der Mutterpflanze nimmst. Die Kinder haben bereits Wurzeln und werden in einen kleinen Topf gepflanzt, den Sie mit dem oben beschriebenen Substrat füllen. Lassen Sie zwischen der Probenahme von der Mutterpflanze und der Pflanzung etwas Zeit verstreichen, damit die Schnittstelle austrocknen kann.

Alternativ sind Stecklinge in der Regel erfolgreich. Schneiden Sie dazu ein Blatt von einer älteren Pflanze ab, am besten im Frühjahr. Lassen Sie die Schnittfläche gründlich trocknen, bevor Sie den Steckling ein bis zwei Zentimeter tief in sandigen Boden stecken. Befestigen Sie den Steckling mit zwei Holzstielen, damit er nicht herunterfällt. Nun musst du warten, bis sich die ersten Wurzeln gebildet haben. Das merkt man daran, dass das Blatt weiter wächst. Sobald die Jungpflanze im Topf Wurzeln geschlagen hat, kannst Du sie in einen größeren Anzuchttopf umpflanzen.

Sie finden auch Aloe-Samen zur Aussaat im Handel. Du brauchst einen Anzuchtboden, auf dem du die Samen streust. Gießen Sie die Samen und stellen Sie sie an einen warmen, hellen Ort. Sobald die Sämlinge zu kleinen Pflanzen herangewachsen sind, entfernst du sie aus der wachsenden Erde und pflanzt sie in einzelne Töpfe um, die mit Kakteen oder saftiger Blumenerde gefüllt sind. Achte darauf, dass das Substrat nicht zu nass ist, denn die kleinen Aloe-Pflänzchen werden es dir mit gesundem Wachstum danken.

Tipps zum Gießen und Düngen von Aloe Vera

Vermeiden Sie es beim Gießen von Aloe, die Blattrosette mit Wasser aufzunehmen. Dies fördert die Entstehung von Fäulnis und kann im schlimmsten Fall zum Totalverlust der Pflanze führen. Wie ihre natürliche Lage vermuten lässt, benötigt die Aloe nur eine geringe Menge Wasser. Angesichts der Fäulnisgefahr sollten Sie das Wasser nicht von oben über den Wurzelballen gießen, sondern in einen Untersetzer füllen.

Bei der Düngung gilt: Weniger ist mehr. Vor allem direkt nach dem Umtopfen hat das Substrat genügend Nährstoffe für einige Wochen. Wenn Sie mit dem Düngen beginnen, geben Sie während der Vegetationsperiode alle zwei bis vier Wochen einen gekauften Kaktusdünger ins Wasser, je nachdem, welche Art von Dünger verwendet wird. Dosieren Sie gemäß den Anweisungen des Herstellers. Stellen Sie im Winter die Düngung komplett ein.

Aloe Vera: Typische Krankheiten und Schädlinge

Bei den Parasiten der Aloe Vera handelt es sich vor allem um wollige Blattläuse und graue Blattläuse. Sie treten vor allem im Winter auf. Zu den typischen Erkrankungen gehören auch die Folgen von übermäßiger Feuchtigkeit, also Fäulnis von Trieben und Wurzeln.